Buchtipp des Monats - Juni 2021

Kopfflüstern GmbH
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"Aus Furcht, zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug."

Ein perfekter Einstieg in Sebastian Fitzeks ersten Roman - kein Thriller.

Die Erwartungen sind natürlich entsprechend hoch, wenn ein gefeierter Bestseller-Autor plötzlich ein neues Genre für sich entdeckt. Und sie wurden vollends erfüllt.

Livius möchte von München aus nach Berlin zu seiner Frau - und der anstehenden Eheberatung - und zu einem Verlagstermin in der Hoffnung auf eine Veröffentlichung seines Buches.
Lea möchte ebenfalls nach Berlin, angeblich um einen Interviewtermin wahrzunehmen.
Da das Flugzeug wegen einem Schneesturm nicht starten kann, kommt es unerwartet dazu, dass sich die beiden Protagonisten den letzten Mietwagen teilen.

Die Reise wird zu einem abenteuerlichen Gedankenexperiment: was wäre, wenn es ihr letzter Tag zu leben wäre...

Livius, als leicht ängstlicher, konventioneller Lehrer, ist schnell überfordert mit der Situation und der sprunghaften Lea. Sie ist laut, vorwitzig und unkonventionell. Sie hält sich auch nicht mit ihren lustigen, unverschämten und dennoch oft tiefgründigen Ansichten zurück.

So findet sich Livius unversehens in einem Altenheim wieder, um an wildfremden Rentnern einen Enkeltrick der besonderen Art durchzuführen, oder inmitten einer illegalen Tierrettung auf einem Autobahnrastplatz mit ungeahnten Folgen...

Fazit: Das Buch umfängt einen von der ersten Zeile an. Sebastian Fitzek schreibt schnell, witzig und unfassbar fesselnd (auch wenn gerade gar nichts passiert). Alle wahnwitzigen Gedanken in den unsinnigsten Situationen machen "Der erste letzte Tag" zu einem Buch voll irrwitziger Komik, aber es ist auch auf seine eigene Art tiefgründig und wirft die großen Fragen des Lebens auf.

5 von 5 Sternen


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